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Olympia in Hamburg – Fluch oder Segen für die Stadt?

von Ida Rückert.

Olympia im Jahr 2040 in Hamburg? Für die Auftaktveranstaltung zur Olympia-Bewerbung der Stadt Hamburg wurden fantastische Teens eingeladen, ihre persönlichen Perspektiven, Gedanken und Geschichten rund um das Thema „Olympia in Hamburg“ zu entwickeln. Alles, was du hier liest, sind persönliche Perspektiven der Jugendlichen – ehrlich, kreativ und ganz individuell.


 

Olympia. Das klingt für viele erst einmal hervorragend – mich eingeschlossen. Doch ist die Aussicht auf Olympische Spiele in Hamburg wirklich so strahlend wie die olympische Goldmedaille?

Nicht nur in der Hamburger Politik habe sich zwei Lager gebildet. Auch die Bewohner der Hansestadt sind uneins.

Die einen meinen, Olympia wäre eine gute Chance für die Stadt, sich der Welt zu präsentieren. Es würde Vorteile für die Infrastruktur bringen, der Stadt mehr internationale Aufmerksamkeit schenken und die Begeisterung für Sport vor allem bei jungen Menschen fördern

Die andere Seite sieht Olympia insgesamt kritisch. Nach ihrer Meinung würde das Internationale Olympische Komitee (IOC) korrupt handeln und die Interessen der Ausrichterstädte für belanglos halten. Außerdem gibt es die Sorge, dass es durch Olympia zu vielen Baustellen, Verkehrschaos und Schulden in Milliardenhöhe kommen könnte, für die die Bewohner der Stadt am Ende aufkommen müssten. Das Geld, welches für Olympia genutzt wird, würde an anderen Stellen mehr benötigt werden, z.B. für die Themen Bildung und Soziales.

Laut dem Hamburger Innen- und Sportsenator Andy Grote seien die Befürchtungen unbegründet, da es bei den vergangenen Spielen in Paris ähnliche Befürchtungen gab und diese schließlich unbegründet waren.

Die Hamburger Politik ist in der Mehrzahl auch der Meinung, dass die Olympischen Spiele gerade kein teures Prestigeprojekt werden sollen. Vielmehr sollen sie langfristige Vorteile für die Stadt bringen.

 

Und was halte ich davon?

Ehrlich gesagt bin ich mir nicht sicher. Gegen das Ziel, die Olympischen Spiele möglichst nachhaltig auszurichten, spricht ja erst einmal nichts. Doch ob das wirklich so umgesetzt werden kann, bezweifle ich.

Ich würde jedoch ein neues Leichtathletikstadion begrüßen, um neben dem Fußball auch andere Sportarten mehr zu fördern. Dort könnten im Übrigen auch internationale Wettkämpfe und Konzerte stattfinden. Dieses würde der Stadt langfristige Vorteile bringen.

Zum Abschluss kann ich sagen, dass ich beide Meinungen sehr gut verstehen und nachvollziehen kann. Spontan würde ich der Austragung der Olympischen Spielen in Hamburg zustimmen, auch wenn ich das Jahr 2036 – 100 Jahre nach den Nazi-Spielen von Berlin - in Bezug auf die deutsche Geschichte sehr unpassend finde. Außerdem möchte ich gern einmal Olympische Spiele live erleben, da ich große internationale Wettkämpfe faszinierend finde und damit bestimmt auch nicht allein bin.

 

Ich bin schon sehr gespannt, wie sich die Hamburger*innen im Mai entscheiden.

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